Gesellschaftliches Engagement vor Ort

10.02.2012
Rubrik: HNT-Zeitung 2012/02

Warum Sportvereine?

Liebe HNT-Sportgemeinschaft,
sind wir noch eine Gemeinschaft? Ja und nein! 4728 Mitglieder (Vereinsrekord!) „nutzen“ zurzeit den größten und attraktivsten Sportverein im Süden Hamburgs, zumeist als Nutzer einer Dienstleistung, gegen eine geringe Gebühr, ohne sich unbedingt mit eigenem Engagement selber einzubringen!
Die HNT gehört zu den zwanzig TopSportVereinen in der Metropolregion Hamburg. Der Jahresumsatz liegt mittlerweile bei über einer Million Euro. Und doch wird der gemeinnützige in das Hamburger Vereinsregister „eingetragene Verein“ (e.V.) ehrenamtlich geführt! Präsidium und Abteilungsleitungen, aber auch viele Betreuer, Trainer und Übungsleiter machen ihren Job entgeltlos! In der HNT sind es über dreihundert - in kleinen Gruppen, Mannschaften, Gemeinschaften engagiert. Hier bringt man sich ein, hier wird Gemeinschaft gelebt! Dem gebührt Dank und Anerkennung!
Die Motivation? Ich sage es einmal ganz deutlich: Verantwortung für unsere Gesellschaft! Mitverantwortung für die Menschen um uns herum, Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren. Mitverantwortung für unseren Stadtteil und für unser Wohnquartier einschließlich seiner vielen Stärken und Schwächen.
Gemeinsamer Sport ist einer der entscheidenden und wirkungsvollsten Integrationsfaktoren im Land, nicht nur für Migranten, Sport ist der beste Gesundheitsfaktor der Nation ohne Alternative. Sport verbindet Menschen und erzieht Junge Leute, manches Mal besser, als alle anderen sozialen Einrichtungen im Stadtteil. Sportvereine werden zukünftig einen wesentlichen Teil des Schulprogrammes am Nachmittag abdecken. Das Motto: Spiel, Sport und Bewegung!
Wo würde es sich nicht mehr lohnen, eigenes gesellschaftliches Engagement einzubringen?
Und hier nun mein Appell: Dieses Engagement darf nicht noch ausgenutzt werden! Nicht von den Mitglieder, nicht von der Politik, nicht von den „Kooperationspartnern“, nicht von der Finanzbehörde und nicht vom Staat! Der Sportverein bringt erhebliche Leistungen für unsere Gesellschaft, für unsere Stadt und unseren Stadtteil , dieses zu über 95% aus eigenen Beiträgen, ohne öffentliche Mittel - deshalb für alle, die sich selbst nicht einbringen, es geht nicht zum Null- oder Billigtarif!

Euer
Karsten Bode